ludwig technique

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Leuchtfeuer für neue Arbeitskultur

Unter dem Titel "Leuchtfeuer für eine neue Kultur der Arbeit" hielten Manfred Bachfellner und der Tiroler Konzeptkünster Johannes Payr alias ludwig technique am 25. Juni im Haus der Begegnung Innsbruck einen Workshop zum Thema "Neue Arbeit Neue Kultur" (NANK) ab.

"Was will ich wirklich wirklich arbeiten?", ist eine Frage, die sich auch manche/r in Tirol immer wieder stellt. Wie kann Arbeit genug Geld zu einem guten Leben einbringen und trotzdem Spaß machen und Sinn und Erfüllung geben. Die TeilnehmerInnen des vom Transition-Netzwerks Tirol angebotenen Worshops waren zum Teil gerade selbst in einer Phase des Überdenkens ihrer momentanen Arbeitspraxis, und so konnte Alexandra Bauer eine Flipchart-Seite voller wertvoller Workshop-Ergebnisse am Ende des angeregten Nachmittags notieren. Sie sollen einerseits die weitere Vernetzungs-Arbeit zwischen dem Transition-Network, der NANK-Bewegung, der Gemeinwohl-Ökonomie und des Hauses der Begegnung unterstützen. Andrerseits sollten die TeilnehmerInnen gemeinsam mit den beiden Referenten das Leuchtfeuer für eine neue Kultur der Arbeit in Tirol entzünden. Neben den neu geknüpften persönlichen Arbeitskontakten ist schon sicher, dass das NANK-Spiel nach Tirol geholt werden soll. Dabei geht es darum, dass die Teilnehmer herausfinden können, was sie "wirklich wirklich arbeiten" wollen.

Im Rahmen des Workshops wurde auch die Plastik "Beacon 0" (Leuchtfeuer) besichtigt, die derzeit im Garten des Hauses der Begegnung steht. Sie ist der Prototyp eines interaktiven Objekts, das das Netzwerk der zahlreichen Tiroler Initiativen physisch (Stahlplastik) und digital (Monitor) darstellt, die in Tirol den Wandel zu einer lebenswerten Welt und einer solidarischen Gesellschaft schaffen wollen. Der "Universaldilettant" Johannes Payr zeigte sich dabei erstaunt, dass seine Recherchen zu diesem Projekt eine so große Fülle von Initiativen und engagierten Personen ergaben. Derzeit arbeitet er einerseits daran, den Prototypen wetterfest zu machen, um ihn an öffentlichen Orten aufstellen zu können. Anderseits versucht er auch, das Netzwerk in einem Computerprogramm zu visualisieren.

Die Ideen zu Neue Arbeit, Neue Kultur (NANK) gehen auf Frithjof Bergmann zurück, dessen Bücher Manfred Blachfellner ebenfalls vorstellte.

Fotos und Text: Monika Himsl, www.bilila.at, mit freundlicher Genehmigung der Autorin